Prostituierte zum Sozialpsychiatrischen Dienst?

Marburg mauert, Offenbach prüft

Ende Januar 2019 hat Doña Carmen e.V. öffentlich darauf hingewiesen und kritisiert, dass in Marburg und Offenbach die seit Juli 2017 geltende gesundheitliche Zwangsberatung von Sexarbeiter/innen nach § 10 Prostituiertenschutzgesetz unter die Zuständigkeit des Sozialpsychiatrischen Dienst der jeweiligen Gesundheitsbehörden fällt.

Während die Stadt Offenbach diesen Sachverhalt auf der städtischen Website offen benennt, praktiziert die Gesundheitsbehörde „Prostituierte zum Sozialpsychiatrischen Dienst?“ weiterlesen

Offener Brief: An die Sozialdezernentin Offenbach Sabine Groß (die Grünen) – ‚Sozialpsychiatrischer Dienst‘ zuständig für Sexarbeiter/innen

Frankfurt, den 31.01.2019

An
Sozialdezernentin
Sabine Groß
c/o Stadt Offenbach  Rathaus
Berliner Straße 100

63065 Offenbach

Gesundheitliche Beratung von Sexarbeiter/innen nach § 10 ProstSchG

Sehr geehrte Frau Groß,

ausweislich der Website der Stadt Offenbach erfolgt die seit Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes obligatorische Gesundheitsberatung für Sexarbeiter/innen in Offenbach „Offener Brief: An die Sozialdezernentin Offenbach Sabine Groß (die Grünen) – ‚Sozialpsychiatrischer Dienst‘ zuständig für Sexarbeiter/innen“ weiterlesen

25 Argumente gegen eine Anmeldepflicht bei Sexarbeit

von Doña Carmen e.V. – Stand November 2017

1.
Staatliche Erfassung von Prostitution – Anknüpfen an die Praxis im Nationalsozialismus

Rund 200 Jahre währte in den deutschen Ländern, dem Deutschen Reich und der Weimarer Republik eine Meldepflicht und Registrierung von Prostituierten. 1927 wurde dieser Praxis mit der Einführung des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten die rechtliche Grundlage entzogen…….25 Argumente gegen ANMELDEPFLICHT

Pressemitteilung

Demütigender Spießrutenlauf für Sexarbeiter/innen:
Stadt Frankfurt startet behördliche Registrierung

Am kommenden Montag, dem 4. Dezember 2017, beginnt die Stadt Frankfurt erstmals mit der Registrierung von Sexarbeiter/innen nach dem so genannten „Prostituiertenschutzgesetz“. Ohne eine in anderen Bundesländern obligatorische Rechtsverordnung bzw. Durchführungsgesetzgebung und ohne die vom Hessischen Städtetag zu Recht geforderte Ausführungsverordnung des Landes Hessen nimmt „Pressemitteilung“ weiterlesen

Dokumentation: „Polizeiliche Behandlung der Prostitution“ – Frick-Heydrich-Erlass vom 9. Sept. 1939

Nachfolgend dokumentieren wir den ansonsten schwer zugänglichen Frick-Heydrich-Erlass vom 9. Sept. 1939. Es handelt sich um eine Abschrift des Originals
(Quelle: Bundesarchiv R 22/1515, fol. 8-9 Rs).
Für die freundliche Zur-Verfügung-Stellung danken wir Prof. Wolfgang Ayaß.

Erlaß des Reichs- und preußischen Innenministers Dr. Wilhelm Frick an die Landesregierungen, den Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs, den Reichskommissar für das Saarland, den Reichsstatthalter im Sudetengau, den Reichs-statthalter in Hamburg, das Reichskriminalpolizeiamt, die Regierungspräsidenten und Kriminalpolizei(leit)stellen „Dokumentation: „Polizeiliche Behandlung der Prostitution“ – Frick-Heydrich-Erlass vom 9. Sept. 1939“ weiterlesen