Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz

Die Umsetzung des Gesetzes und seine Folgen
von Doña Carmen e.V., Juni 2018

Die nachfolgenden Ausführungen beleuchten die Umsetzung des so genannten „Prostituiertenschutzgesetzes“ ein Jahr nach dessen Inkrafttreten im Juli 2017.[1] Sie kommen anhand zahlreicher Beispiele und Belege zu drei wesentlichen Ergebnissen:   1 JAHR UMSETZUNG ProstSchG

 

Doña Carmen trauert um Meinhard Starostik

Am gestrigen Tag, den 12. Juni 2018, ist Meinhard Starostik, Rechtsanwalt und Richter am Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin, nach schwerer Krankheit gestorben.

Mit Meinhard Starostik geht ein entschiedener Demokrat, ein streitbarer Kämpfer für die Sache der Entrechteten und verlässlicher Freund von uns. Das schmerzt.

Als Referent auf den Frankfurter Prostitutionstagen und als Verfasser der in Karlsruhe anhängigen Verfassungsbeschwerde gegen das so genannte Prostituiertenschutzgesetz hat Meinhard Starostik sich mit Leidenschaft einer Sache angenommen, die andere eher mit spitzen Fingern angefasst hätten.

Die Rechte von Sexarbeiter/innen und im Prostitutionsgewerbe tätigen Menschen galten ihm nicht weniger als die Rechte anderer Menschen. In vielen Treffen mit Meinhard Starostik haben wir ihn als jemanden erlebt, der sich nicht über andere Menschen stellte, sondern ihnen stets mit Respekt und auf Augenhöhe begegnete. Jede Form von Eitelkeit oder Dünkel waren ihm fremd.

Meinhard Starostik hat seine profunden Rechtskenntnisse und vielfältigen Erfahrungen in den Dienst derer gestellt, die sie am dringendsten benötigten. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für uns. Wir werden ihn nicht vergessen.

Das Team von Doña Carmen e.V.

Am Tag X nach Karlsruhe! Frankfurter Meeting gegen das „Prostituiertenschutzgesetz“

Am 1. Juni 2018 berief Doña Carmen e.V. ein „Frankfurter Meeting Prostitution“ ein, um im Vorfeld des ‚Internationalen Hurentags‘ über aktuelle Fragen der bundesdeutschen Prostitutionspolitik zu beraten.

Rund 40 Sexarbeiter und Betreiber/innen von Prostitutionsgewerben kamen zusammen „Am Tag X nach Karlsruhe! Frankfurter Meeting gegen das „Prostituiertenschutzgesetz““ weiterlesen

Pressemitteilung – Bock zum Gärtner gemacht: Stadt Gießen betraut christlich motivierte Prostitutionsgegner mit hoheitsstaatlichen Aufgaben bei Prostituierten-Registrierung!

Die Gießener Stadtverwaltung hat im Zusammenhang mit der seit Juli 2017 gesetzlich vorgeschriebene Zwangsregistrierung von Sexarbeiter/innen die in diesem Zusammenhang obligatorischen „Informations- und Beratungsgespräche“ seit Anfang 2018 „Pressemitteilung – Bock zum Gärtner gemacht: Stadt Gießen betraut christlich motivierte Prostitutionsgegner mit hoheitsstaatlichen Aufgaben bei Prostituierten-Registrierung!“ weiterlesen