Kriminal-Statistik und Prostitution

Was haben Sexarbeiter*innen damit zu tun?

Am 9. April 2024 hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zusammen mit BKA-Chef Holger Münch und dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Michael Stübgen, die Kriminalstatistik für 2023 vorgestellt.

Normalerweise handelt es sich dabei um eine dröge Veranstaltung mit einem Hang zur Selbstdarstellung der Beteiligten und ohne großen Unterhaltungswert. Es geht dabei um die Entwicklung von Straftaten sowie der Zahl der Tatverdächtigen und Opfer strafrechtlicher Delikte im Vergleich zum Vorjahr und die Einordnung dieser Entwicklungen.

Hier weiterlesen:       Kriminalitätsstatistik 2023

Pressemitteilung

Trotz ‚Nordischem Modell‘ der Freier-Kriminalisierung:

Menschenhandel in Schweden
dreimal so hoch wie in Deutschland!

Am 1. Januar 1999 führte Schweden das heute als „Nordisches Modell“ bekannte Gesetz zur Freier-Kriminalisierung ein. Die Schwedische Regierung pries diese Politik seinerzeit auch deshalb als „Modell“ an, weil es weniger „Menschenhandel zum Zwecke sexueller Ausbeutung“ zur Folge habe. „Pressemitteilung“ weiterlesen

Das BKA, die Prostitution und das ‚Nordische Modell‘

Das Bundesinnenministerium und insbesondere die ihm nachgeordnete „Bundesoberbehörde“ Bundeskriminalamt (BKA) haben seit jeher ein Wörtchen mitzureden, wenn es um die Leitlinien der Prostitutionspolitik in Deutschland geht. Grund dafür ist die tradierte Sichtweise, wonach Prostitution stets mit einem hohen Maß an Kriminalität einhergehe und zumeist in Strukturen der ‚organisierten Kriminalität‘ eingebunden sei. Doch die Zweifel an dieser Sichtweise mehren sich. Wie sind prostitutionspolitische Interventionen der oberen Polizeibehörden, insbesondere des BKA, vor diesem Hintergrund zu bewerten? Und wie positioniert man sich zum ‚Nordischen Modell‘ der Kriminalisierung von Prostitutionskunden?

Hier weiterlesen: BKA – Nordisches Modell

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Pressemitteilung: „Fake-Science“

Gezielte Desinformation und Falschangaben in Studie über deutsche Freier

Die Untersuchung „Männer in Deutschland, die für Sex bezahlen“ ist eine von vier Studien, auf die die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihre Forderung nach einem Sexkaufverbot stützt. Doch eine heute veröffentlichte, umfangreiche Stellungnahme der Prostituierten-Organisationen BesD und Doña Carmen e.V. hat sich eingehend mit der Freier-Studie der US-amerikanischen Psychologin und Prostitutionsgegnerin Melissa Farley befasst und kommt dabei zu einen vernichtenden Urteil. „Pressemitteilung: „Fake-Science““ weiterlesen

Alternative Fakten

Kritischer Kommentar zu Melissa Farleys
„Männer in Deutschland, die für Sex zahlen“

von
Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) &
Doña Carmen e.V., Verein für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierten

Vorbemerkung

Seit geraumer Zeit steht die Bezeichnung ‚alternative Fakten‘ für eine Verdrehung offenkundiger Tatsachen wider besseres Wissen. Ihre Verbreitung in der politischen Auseinandersetzung wird zunehmend mit Besorgnis zur Kenntnis genommen.

Hier weiterlesen:    ALTERNATIVE FAKTEN

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