Pressemitteilung: „Operation Zucker“: Doña Carmen e.V. kritisiert politisch motivierte ARD-Kampagne gegen Prostitution

Aus Anlass der Ausstrahlung des Spielfilms „Operation Zucker“ wendet sich Doña Carmen e.V. gegen die zunehmend konservative politische Instrumentalisierung der deutschen Unterhaltungsbranche. Mit dem von der ARD zur besten Sendezeit ausgestrahlten Spielfilm „Operation Zucker“ wird das Mitgefühl der Fernsehzuschauer aufgewühlt, ausgenutzt und zugleich Quote gemacht. Die Zuschauer sollen für eine politische Kampagne dahinter stehender gesellschaftlicher Gruppen instrumentalisiert und missbraucht werden, denen es um die Abschaffung legalisierter Prostitution und die Einführung eines neuen Überwachungsregimes gegenüber dem Prostitutionsgewerbe geht.

Mit dem Film „Operation Zucker“ gibt sich die ARD aufklärerisch und scheint als öffent-lich-rechtliche Sendeanstalt scheinbar mutig an einem der letzten Tabus dieser Gesellschaft zu rütteln: dem sexuellen Missbrauch begangen an Kindern. Doch es ist hochgradig verlogen, derartige Vorgänge in ein so genanntes „Kinderbordell“ zu verlegen. Einen reißerischen Spielfilm über den sexuellen Missbrauch in den Erzdiözesen der katholischen Kirche zu senden – diesen Mut sucht man bei der ARD vergebens!
Stattdessen inszeniert man sexuellen Missbrauch in einem „Kinderbordell“ und assoziiert erneut das Prostitutionsgewerbe mit Missbrauch und Vergewaltigung. Das ist primitive Stimmungsmache auf der „Zwangsprostitutions“-Schiene. Unter dem Vorwand, gegen „Kinderprostitution“ zu sein, geht es in Wirklichkeit gegen die legale, einvernehmliche Prostitution Erwachsener.

Hinter dem Film „Operation Zucker“ stehen weltweit agierende Opfer-Konzerne wie UNICEF, die gemeinsam mit dem BKA für erweiterte Polizei-Rechte sowie für eine verschärfte Gesetzgebung gegen Prostitution und Migration trommeln. Zu Unrecht übrigens – wie eine ausführliche Stellungnahme (Kritik an ARD und Operation Zucker ) von Doña Carmen e.V. aus Anlass der Sendung des Films „Operation Zucker“ belegt.

Doña Carmen fordert Aufklärung und sachgerechte Auseinandersetzung im Öffentlich-Rechtlichen statt mediale Volksverdummung im Namen der Quote  auf Kosten des Leids von Kindern und des Prostitutionsgewerbes.