Pressemitteilung: „Problematische Einflussnahme auf die Gestaltung der Frankfurter Bahnhofsviertelnacht“

– Offener Brief an die Frankfurter Stadtverordneten

In einem „Offenen Brief“ zum Thema „Bahnhofsviertelnacht“ wendet sich Doña Carmen e.V. an die Frankfurter Stadtverordneten. Darin heißt es:

„Wir registrieren eine zunehmende politisch motivierte Einflussnahme von außen auf die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung der „Bahnhofsviertelnacht“, die wir für unzulässig und schädlich erachten. Insbesondere die Auseinandersetzungen im Vorfeld der diesjährigen Bahnhofsviertelnacht bestätigen unsere Befürchtung, dass die eigentlichen Akteure vor Ort nicht nur in zunehmenden Maße zu bloßen Statisten degradiert, sondern obendrein auch noch öffentlichen Verdächtigungen und Beschimpfungen ausgesetzt werden. Bedauerlicherweise beteiligen sich daran Frankfurter Stadtverordnete der verschiedensten Fraktionen.“

Der „Offene Brief“ erläutert diesen Zusammenhang am Beispiel der Debatten um städtische Bordell-Werbung und Bordell-Führungen im Bahnhofsviertel. Die Befürchtung: Mit einem auf „Menschenhandel“ und „Armutsprostitution“ fokussierten „Elends-Diskurs“ soll die Gentrifizierung des Bahnhofsviertels flankiert und eine soziale Ausgrenzung und Verdrängung von Prostitution betrieben werden.

Doña Carmen e.V. sieht die Stadtverordneten in der Pflicht, Farbe zu bekennen, sich zur sozialen Vielfalt im Bahnhofsviertel zu bekennen und populistischen Angriffen auf Prostitution entgegentreten. Den weiblichen Stadtverordneten bietet Doña Carmen eine kostenlose Bordellführung an, um sich direkt vor Ort ein Bild zu machen.

PS.
Detailliertere Ausführungen dazu auf der Website www.donacarmen.de unter dem Titel:
„Die Frankfurter Bahnhofsviertelnacht 2016 – Unwürdiges Hauen und Stechen um Bordell-Werbung und Bordell-Führungen, Ein kritischer Rückblick von Doña Carmen e.V.“

Offener Brief an Frankfurter Stadtverordneten

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