Pressemitteilung – Offener Brief an den Stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herrn Dr. Günter Krings MdB

– Gegen die Verschärfung des Prostitutionsgesetzes –

Am morgigen Dienstag, den 25. September 2012, treffen sich Fachpolitiker der Regierungsparteien CDU/CSU zu Beratungen für ein verschärftes Prostitutionsgesetz.

Doña Carmen, Organisation für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierten, steht dem rot-grünen Prostitutionsgesetz von 2002 kritisch gegenüber, lehnt aber eine „Pressemitteilung – Offener Brief an den Stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herrn Dr. Günter Krings MdB“ weiterlesen

Offener Brief – Gegen die Verschärfung des Prostitutionsgesetzes

Herrn Dr. Günter Krings MdB
– Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU- Bundestagsfraktion  –
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1

11011 Berlin

Offener Brief – Gegen die Verschärfung des Prostitutionsgesetzes

Sehr geehrter Herr Dr. Krings,

Sie haben kürzlich dem Nachrichtenmagazin  „Focus“ (38/2012) in einem Interview mitgeteilt, dass die CDU das 2002 in Kraft getretene Prostitutionsgesetz verschärfen wolle und dass sich am 25 September 2012 zu diesem Zweck Unions-Fachpolitiker träfen, um entsprechende Details zu besprechen.

Pressemitteilung – Erneut Razzia im Bahnhofsviertel: Polizei täuscht Öffentlichkeit

Erneut hat die Polizei gestern Abend mit einem Großaufgebot durch Straßen-sperrung und Lahmlegung des Betriebs zweier Bordelle in der Elbestraße zum Schlag gegen die Prostitution ausgeholt. Doña Carmen protestiert gegen die ständige polizeiliche Behinderung der durch Bundesgesetz legalisierten Prostitution. Mit wiederholten Razzien setzt man auf einen Gewöhnungseffekt, der permanent überdimensionierte Polizeieinsätze als normal erscheinen „Pressemitteilung – Erneut Razzia im Bahnhofsviertel: Polizei täuscht Öffentlichkeit“ weiterlesen

„Zwangsprostitution“ als politischer Kampfbegriff

Vortrag von Juanita Rosina Henning (Doña Carmen e.V.)
im BDP-Infoladen Paderborn, 12. Januar 2012

Ich bedanke mich für die Einladung zum Thema des heutigen Abends „Wem nützt der Kampf gegen Zwangsprostitution?“

Die scheinbar nahe liegende Antwort auf diese Frage könnte lauten: Natürlich den von Zwangsprostitution betroffenen selbst. Wie aber so oft im Leben ist das Naheliegende nicht immer auch das Zutreffende.

Die Position, die ich vertrete und hier zur Diskussion stelle, möchte ich gleich in aller Deutlichkeit formulieren:

Die Rede von „Zwangsprostitution“ verbindet die herkömmliche Prostitutionsbekämpfung, wie wir sie seit Jahrhunderten kennen, mit einer Migrationsabwehr des relativ reichen Nordens gegenüber dem ärmeren Süden seit Beginn der 90er Jahre. Diese Migrationsabwehr richtet sich insbesondere gegen die Feminisierung von Migration. Insofern  Zwangsprostitiution als politischer Kampfbegriff

Pressemitteilung – Polizeiliche Großrazzia als hohler Aktionismus und Diskrimnierung

Doña Carmen e.V. verurteilt die gestrige Großrazzia der Polizei im Frankfurter Bahnhofsviertel. Die auslösenden Messerstechereien sind mit hoher Wahrscheinlichkeit – das weiß jeder im Viertel, und das dürfte auch die Polizei wissen  – dem Milieu der kleinkriminellen Drogendealer und Drogennutzer zuzurechnen.

Wenn der Polizei dagegen nichts Besseres einfällt als die Absperrung ganzer Straßenzüge (Abschnitte der Moselstraße, Taunusstraße, Elbestraße), dann stellt sie sich selbst ein Armutszeugnis aus. Die offizielle Version, man habe das Problem der Drogenabhängigkeit im Griff, fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Anstatt das offen einzugestehen „Pressemitteilung – Polizeiliche Großrazzia als hohler Aktionismus und Diskrimnierung“ weiterlesen