10 Jahre Prostitutionsgesetz – Erklärung von Doña Carmen aus Anlass des 11. Jahrestags des Prostitutionsgesetzes

Am 19. Oktober 2001 verabschiedete der Deutsche Bundestag in Berlin das „Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten“ – kurz:  Prostitutionsgesetz (ProstG). Als Organisation, die sich seit nunmehr 15 Jahren aktiv für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierten einsetzt, hat Doña Carmen e.V. die Zeit vor und während des Prostitutionsgesetzes aufmerksam und kritisch begleitet.

Den 11. Jahrestag der Verabschiedung des Prostitutionsgesetzes nehmen wir zum Anlass für eine in 24 Thesen zusammengefasste Bilanz, für einen Rück- und Ausblick. 2012 – 10 Jahre Prostitutionsgesetz

‚Menschenhandel’: Ein Kartenhaus bricht zusammen von Juanita Henning

Annette Louise Herz promovierte am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht – mit tatkräftiger Unterstützung des Bundeskriminalamts. Doch zum Leidwesen der jungen Wissenschaftlerin und ihrer Auftraggeber widerlegte ihre Untersuchung zentrale Grundannahmen der auch vom BKA vertretenen Menschenhandel – Ein Kartenhaus bricht zusammen

Offener Brief – Gegen die Verschärfung des Prostitutionsgesetzes

Herrn Dr. Günter Krings MdB
– Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU- Bundestagsfraktion  –
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1

11011 Berlin

Offener Brief – Gegen die Verschärfung des Prostitutionsgesetzes

Sehr geehrter Herr Dr. Krings,

Sie haben kürzlich dem Nachrichtenmagazin  „Focus“ (38/2012) in einem Interview mitgeteilt, dass die CDU das 2002 in Kraft getretene Prostitutionsgesetz verschärfen wolle und dass sich am 25 September 2012 zu diesem Zweck Unions-Fachpolitiker träfen, um entsprechende Details zu besprechen.

„Zwangsprostitution“ als politischer Kampfbegriff

Vortrag von Juanita Rosina Henning (Doña Carmen e.V.)
im BDP-Infoladen Paderborn, 12. Januar 2012

Ich bedanke mich für die Einladung zum Thema des heutigen Abends „Wem nützt der Kampf gegen Zwangsprostitution?“

Die scheinbar nahe liegende Antwort auf diese Frage könnte lauten: Natürlich den von Zwangsprostitution betroffenen selbst. Wie aber so oft im Leben ist das Naheliegende nicht immer auch das Zutreffende.

Die Position, die ich vertrete und hier zur Diskussion stelle, möchte ich gleich in aller Deutlichkeit formulieren:

Die Rede von „Zwangsprostitution“ verbindet die herkömmliche Prostitutionsbekämpfung, wie wir sie seit Jahrhunderten kennen, mit einer Migrationsabwehr des relativ reichen Nordens gegenüber dem ärmeren Süden seit Beginn der 90er Jahre. Diese Migrationsabwehr richtet sich insbesondere gegen die Feminisierung von Migration. Insofern  Zwangsprostitiution als politischer Kampfbegriff

„Deutschland ohne Ausländer“ – ein Gedankenexperiment

Rechtspopulistische Bewegungen in Europa, die Sarrazin-Debatte sowie die Tatsache, dass rund 50 % der Befragten in Umfragen regelmäßig die Auffassung vertreten, wir hätten zu viele ‚Ausländer‘ in Deutschland, veranlassten die Journalisten Pitt von Bebenburg und Matthias Thieme, in ihrem neuesten Buch „Deutschland ohne Ausländer“ ein „Szenario“ durchzuspielen: Was wäre, wenn „„Deutschland ohne Ausländer“ – ein Gedankenexperiment“ weiterlesen